Boris Lurie. 100th AnniversaryAnlsslich des Jubilums von Boris Luries 100. Geburtstag prsentiert der Katalog Life with the Dead mehr als funfzig Werke aus den Jahren 1950 bis 1970, die sein aktives Engagement fur soziale Gerechtigkeit und die Erinnerung an den Holocaust illustrieren. Der judische Kunstler musste in vielerlei Hinsicht den Horror des Holocausts erleben, seine Kunstwerke sind jedoch nicht nur Ausdruck des Leidens, sondern auch Symbole der Hoffnung auf die Integration
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Anlässlich des Jubiläums von Boris Luries 100. Geburtstag präsentiert der Katalog Life with the Dead mehr als fünfzig Werke aus den Jahren 1950 bis 1970, die sein aktives Engagement für soziale Gerechtigkeit und die Erinnerung an den Holocaust illustrieren. Der jüdische Künstler musste in vielerlei Hinsicht den Horror des Holocausts erleben, seine Kunstwerke sind jedoch nicht nur Ausdruck des Leidens, sondern auch Symbole der Hoffnung auf die Integration der Wenigen, die überlebten. Freunde und Wegbegleiter*innen beschreiben die Entwicklung des Künstlers von seinen Anfängen in den 1950er-Jahren über die NO!art-Bewegung bis hin zu seiner Renaissance als einer der wichtigsten Vertreter der Holocaust- Kunst. Tom Wolfe veröffentlichte seinen Text zu einer Ausstellung in der Galerie von Gertrude Stein in New York im Jahr 1964. René Block stellte Lurie in Berlin aus. Achille Bonito Oliva lernte die Kunst von Boris Lurie 1962 anlässlich der Ausstellung Doom Show Boris Lurie and Sam Goodman in der Galeria Arturo Schwarz in Mailand kennen. Rafael Vostell und Jürgen Kaumkötter liefern den inhaltlichen Rahmen für das Buch, das durch Grußworte von Gertrude Stein, der lebenslangen Freundin von Boris Lurie, und Jürgen Wilhelm vom Landschaftsverband Rheinland ergänzt wird.
BORIS LURIE (1924–2008), in Leningrad geboren und in Riga aufgewachsen, verlor am 8. Dezember 1941 im Wald von Rumbula (Riga) bei einer Massenerschießung durch die National Sozialisten seine Mutter, Großmutter, Schwester und seine Jugendliebe. Nachdem er mehrere Arbeits- und Konzentrationslager überlebt hatte, emigrierte er 1946 nach New York und wurde dort zu einem der Mitbegründer der NO!art, einer provokativen Kunstbewegung der 1960er-Jahre. Voller Subversion, Ironie und häufig direkter Bezugnahme auf den Holocaust, sind seine Bilder und Skulpturen kritischer Kommentar zu Pop Art, Konsumkultur und der Gesellschaft seiner Zeit.