Agnes MartinAuf der documenta 5 in Kassel 1972 wurde die einzelgngerische Qualitt des Schaffens von Agnes Martin offenbar: Ihre Abstraktionen folgen keinem geometrischen Regelwerk, sondern erscheinen als erfhlte, kontemplative Zeichen. Ihre "schwebenden" Abstraktionen, auf denen kaum merklich Linien und freie Farbbahnen auftauchen, sind nur schwer zu reproduzieren. Ihre Schriften hingegen vermitteln, ohne dass sie dies im Sinne programmatischer Aussagen
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Auf der documenta 5 in Kassel 1972 wurde die einzelgängerische Qualität des Schaffens von Agnes Martin offenbar: Ihre Abstraktionen folgen keinem geometrischen Regelwerk, sondern erscheinen als erfühlte, kontemplative Zeichen. Ihre "schwebenden" Abstraktionen, auf denen kaum merklich Linien und freie Farbbahnen auftauchen, sind nur schwer zu reproduzieren. Ihre Schriften hingegen vermitteln, ohne dass sie dies im Sinne programmatischer Aussagen intendieren, einen Einblick in die künstlerischen Reflexionen Agnes Martins. Die Texte - darunter Vorträge, von der Kritikerin Ann Wilson aufgezeichnete Geschichten, assoziativ aneinander gereiht wirkende Sentenzen und "Gedankensplitter" - verbinden sich mit den abgebildeten Gemälden Agnes Martins zu einem ebenso poetischen wie beredten Selbstzeugnis der Künstlerin der "schweigenden Bilder". Zur Künstlerin: Agnes Martin (Saskatchewan, Kanada 1912-2004 Taos, New Mexico). 1942 Bachelor of Science. Seit 1947 zahlreiche Lehraufträge. 1952 Master of Fine Arts der Columbia University in New York. 1991 Alexej-von-Jawlensky-Preis der Stadt Wiesbaden.